Mindener Catbecher 2014

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Fiffi1
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Mindener Catbecher 2014

Beitragvon Fiffi1 » 17.11.2014, 11:16

Steinhude 2014 oder was Klobürstenhalterwasser mit Analog-Kuba Libre zu tun hat


Guten Abend liebe Akte- Zuschauer, ich begrüße Sie zu einer neuen Ausgabe von "Akte 2014, Reporter kämpfen für Sie". Um die Frage des Titelthemas vorab zu beantworten: alles! Aber dazu später mehr, denn das sind unsere Themen:
Flaute: wie ein Wettfahrtleiter den Wind sucht
Abzocke: immer mehr Analogprodukte überschwemmen den deutschen Markt
Autoquartett: gewinnt der höchste oder niedrigste Verbrauch?
Herzallerliebst: wie der OWL die 14er so fand
Gossip: das Liebes-Karussell dreht sich in der Hobie Szene

Tja, so sind wir dann frohen Mutes unserer Leidenschaft des knallharten investigativen Journalismus nachgegangen und nach Minden gefahren, um nicht nur zu segeln (so es denn das Wetter zuließ), sondern auch jeden Skandal aufzuspüren, alle boulevardesken Themen auszuschlachten, neumodische Strömungen zu beleuchten und uns natürlich auf der Aftershow-Party im Backstage-Bereich rumzutreiben.

Der Wetterbericht zierte sich ein wenig, was den Wind anging, aber das kannten wir ja schon von dieser Saison. Egal, Steinhude ist ja Pflichtprogramm, zumindest wenn es nicht mit irgendwelchen Herbstferien-Urlaubsplanung kollidiert. Und weil wir ja so fleißige Bengels sind, kamen wir auch erst besonders spät am medialen wie sportlichen Austragungsort an. Kein Problem soweit, weil wir das a) schon kennen und b) die Windvorhersage andeutete, daß wir den Mast auch noch Samstag in aller Ruhe stellen können sollten.

Also ganz nach Konstanze Rick haben wir uns dann unter die Prominenz gemischt und versucht bei den attraktiven It-Girls Lena, Sarah, Jil, Kerstin, Anke und so weiter den neusten Klatsch und Tratsch zu erfahren. Und da kam so einiges zu Tage: wußtet ihr wer sich getrennt hat? Nee, echt? Aber die waren doch so lange zusammen... Und haben sich einfach nicht mehr geliebt? Mannomann! Ach, Hauke auch? Dann ist ja jetzt die Bahn frei. Für Marlon.

Weiterhin getroffen haben wir die geballte Fußballkompetenz in Form von den Krischans. War ja Länderspielpause und insofern galt es, kurz auf Jogis Elf einzugehen, von Rolfe eine Analyse der Bundesliga a la Günni Netzer zu erheischen und natürlich von der unendlichen beckenbauresken Weisheit unseres Tippspiel-Führenden - der Lichtgestalt - Krischan 1 zu profitieren und allerhand taktische Finessen von Abstiegskandidaten wie Köln oder Dortmund zu erfahren.

Weiter waren noch so Haudegen wie Hauke und Marlon zu gegen, mit denen man sich ja sowohl global aus auch religiös über Gott und die Welt unterhalten kann. Nebenbei wurde natürlich vom clubeigenen Bier- und Moorbock Angebot Gebrauch gemacht. Das ist natürlich eine bekannte journalistische Finte, um die Zunge der Interviewpartner locker zu machen.

So kam es dann auch, daß Lena und ich uns in der SKM Küche über ein Glas mit Bockwürsten hermachten und draußen Marlon sahen, wie er mit anderen Sportlern dem Fortschritt des Abends angemessen im unkritischen Geselligkeitsmodus Konverstaion abhielt. Und da kam uns ein bahnbrechender Einfall aus der molekularen Küche, die doch seit Jahren so hipp zu sein scheint. Laß uns doch mal ein Analog-Bier brauen! Das war ja mal eine ganz exquisite Idee!!! Also kurzerhand das Wurstwasser aus dem Glas in ein Bierglas gefüllt. Schaum haben wir versucht, durch einen Schuss Spüli herzustellen, das sah aber nicht so super aus. Also noch ein bißchen echtes Bier raufzapfen und schon hatten wir etwas, mit dem wir mal zünftig mit unserem angehenden Auslandskorrespondenten Herrn Wollenschläger anstoßen konnten. Das Gedächtnisprotokoll liest sich wie folgt:
Ex oder Arschloch? Nee, is vielleicht doch ein bißchen zu gemein... Laß uns doch erstmal sehen, wie so die Marktakzeptanz unserer Weltidee in kleinen Schlucken ist. Und was mußten wir feststellen? Marlon mochte das jetzt gar nicht soooooooo gerne, hat seinen ersten Probierschluck ausgespuckt und ist erstmal wortlos Richtung Toilette gegangen.

Krischan kam später noch auf die zweite Weltidee aus Klobürstenhalterwasser auch mal ein Analogprodukt herzustellen. Nachdem ich meine Ekel-Herpesblase mit Kortisonsalbe eingedämmt hatte, kam die Akte-Redaktion auf Analog-Cuba-Libre, weil es sich farblich am besten darstellen läßt.

Insofern aufgepasst: Akte meint, immer erst am Getränk riechen, wenn einem irgendwo ein Gläschen spendiert wird. Und nicht immer meinen, liquid ectasy wäre das schlimmste, was sie einem so unterjubeln könnten näh?!

Am Samstag wurde dann jedenfalls nicht gesegelt. Der Tag wurde natürlich sinnvoll genutzt mit Frühschoppen, Müssiggang, Mittagsschlaf, angeregten Unterhaltungen und Quartett spielen. Hierbei stellte sich dann auch die eingangs erwähnte Frage, ob der niedrige Verbrauch gewinnt. Mir persönlich ist ja so'n Sprit durchziehender Zehnzylinder tausend mal lieber als so eine Sparbüchse, aber das ist ja alles Geschmacksache. Neu-Single-Dandy Hauke und Fritz Kola 2 haben den Tag diesbezüglich sinnvoll genutzt.

Der Abend litt ein wenig unter dem Topspeed und Verbrauch des Vorabends. Jogi hat spielen lassen, aber das hat nur wenige interessiert. Nach einem Abend wie es sich für den seriösen Journalismus geziemt, sind wir alle zeitig und frei von berichtenswerten Sünden ins Bett gegangen.

Sonntag sah das Wetter kaum besser aus als am Vortag, aber nun mußte dann doch etwas passieren. Also wurde gesegelt, wie uns der OWL geheissen hat. Bei schwachen, drehenden, wechselhaften Analogwinden haben wir uns durch zwei Läufe gequält, gehungert und gesegelt. Am besten gemacht hat das unser Damen-Team Kerstin und Sarah, die knapp vor Delius/Weniger-Delius gewonnen haben. Dritter wurden Hauke und Jil. Glückwunsch euch allen, allen voran natürlich den Siegerinnen!!

Und damit schließt sich unsere Akte. Wenn Sie einmal zu einer Regatta gemeinschaftlich fern bleiben wollen oder im Freundes- und Bekanntenkreis neu entwickelte Analogprodukte ausprobieren wollen, besuchen Sie uns im Netz unter akte.net und drücken Sie den Notfall-Buzzer. Aber noch viel wichtiger, kommt alle deutlich zahlreicher nach Minden. Der Verein und die Veranstaltung hat das mehr als verdient. Auch wenn man später in der Saison noch reichlich Bunnys checken kann, ist es allemal ein würdiger sportlicher Saisonabschluß, bei dem eine familiäre Atmosphäre genauso garantiert ist wie eine Regattaleitung, die es kann und ein Gesamtpaket, das es einfach wert ist, angenommen zu werden. Und so sehr ich auch ein gewisses Verständnis dafür aufbringe, wenn eine Klasse bei mauer Vorhersage und dürftiger Meldezahlen nicht gerade motiviert ist, kann ich das kollektive Fernbleiben der gemeldeten 14er nicht gut finden. Speziell, wenn man künftig wieder auf Veranstaltungen eingeladen werden möchte. Ob es einer besseren Kommunikation oder Neuordnung des Regattakalenders bedarf, kann ich nicht wirklich beantworten. Hier sind die Segler und ist die KV gefragt. Insgesamt 10 teilnehmende Boote (von denen Marlon und Lena dank konsequent verkackter Zielkreuz fast 8er geworden wären) wird jedenfalls keinem gerecht. Weder unserm Anspruch, noch den helfenden Clubmitgliedern vom SKM. Das machen wir bitte nächstes Jahr besser, näh!

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Rolf
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Re: Mindener Catbecher 2014

Beitragvon Rolf » 18.11.2014, 03:29

Lieber Fiffi! Würstchen-oder Klobürstenwasser hin oder her. Das kann man sehen, wie man will. Was allerdings Maschine Hengstmann am Freitag abend mit mir gemacht hat, nachdem ihr kollektiv drauf geschissen habt, ob ich den Samstag noch erleben werde, und das meine ich wortwörtlich, und euch ins Bett davongestohlen habt und mich meinem Schicksal überlassen habt! Das war hart! Das war keine Mische! Wie für Marlonnitsch! Das war eine hochprozentige, knallharte Schnapsdroge! Moorbock! Den ich da trinken musste! Wg Teamfeeling oder so nem Scheiss! Wo ich nach jedem Glas gesagt hab: das war aber das letzte, Thorsten! Nix da, ein kannse noch. Und wies mir Samstag morgen gegangen ist! Hundselend war mir! Und du berichtest von alkoholfreien Getränken, die ihr Marlon untergejubelt habt! Toll! Meine Meinung...

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Re: Mindener Catbecher 2014

Beitragvon Ralf_K » 19.11.2014, 20:28

Rolf,

der Thorsten wollte Dir bestimmt nur gut - daß Du in der Wohlfühlzone bleibst.